Die deutschen Inseln

Nordfriesische Inseln
Amrum | Föhr | Nordstrand | Pellworm | Sylt
Ostfriesische Inseln
Baltrum | Borkum | Juist | Langeoog | Norderney | Spiekeroog | Wangerooge
Ostseeinseln
Fehmarn | Hiddensee | Poel | Rügen | Usedom
Hochseeinseln
Helgoland
Elbinseln
Neuwerk
Halligen
Gröde | Hooge | Langeneß / Oland


Fehmarn – Die deutsche Riviera

Sonne, Südstrand, stolze Bauern - »Die deutsche Riviera« oder »Deutschlands Süden liegt im Norden«: Slogans mit Substanz. Die Insel Fehmarn gehört, noch vor Freudenstadt im Schwarzwald, zu den deutschen Sonnenschein-Spitzenreitern (1829 Stunden) und zugleich mit nur 511 Millimeter Niederschlag zu den regenärmsten Gegenden. Außerdem gibt es dort den - neben dem auf Föhr - einzigen »südlichen« Badestrand der Bundesrepublik. Auf der Halbinsel Südstrand ballen und türmen sich denn auch die meisten Ferienbetten, in einer Trabantenstadt mit Jachthafen, Appartements, Bungalows, viel Sport und allem Komfort.

Wer's romantischer mag: Deutschlands größte Insel (185 Quadratkilometer) mit ihrer heimeligen Hauptstadt Burg und ihren 42 kleinen Dörfern bietet auch Ferien auf dem Bauernhof. Noch heute gilt Fehmarn als Kornkammer Schleswig-Holsteins, sind die gelb-gelb-gelben Landesfarben komponiert aus Strand, Raps, Getreide. Die selbstbewussten Bauern dort waren immer frei, schuldeten nie einem Adelsherrn Zins und Gehorsam. Ihr Hang zum üppigen Essen, zu Bier und Korn brachte ihnen den Neid der Nachbarn ein. So lästern die Festländer über den Sund hinweg: »Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd - auf Fehmarn ist es umgekehrt.

Feuchtgebiet Wallnau - Paradies für Wasservögel

Zu Kaiser Wilhelms Zeiten war Wallnau an der Westküste Fehmarns das Wasserjagdrevier Nummer 1 in Norddeutschland. Seit 1975 geht man dort, auf vorgeschriebenen Pfaden und unter Aufsicht von Führern, einzig mit der Kamera auf Pirsch. Im international bekannten Wasservogelreservat Wallnau, Modellprojekt für den Naturschutz in der Bundesrepublik, nisten und brüten auf 25o Hektar feuchter Fläche über 8o Vogelarten. Einige von ihnen stehen auf der »Roten Liste« der hierzulande gefährdeten Brutvögel: Rothalstaucher beispielsweise und Tüpfelsumpfhuhn, Rohrdommel, Rohrweihe oder der Drosselrohrsänger. Mit viel Glück und Fernglas sichtet man auch seltene Gäste auf Ihrer Nord- Süd-Durchreise wie Fischadler und Schwarzstörche.

Bildquelle: http://www.pixelquelle.de