Funk- und Fernsehtürme

Schon von weitem zu sehen sind die Funk- oder Fernsehtürme der Stadt, imposant erheben sie sich gen Himmel. In Schwindel erregender Höhe befinden sich dann auch Aussichtsplattformen oder Restaurants, von denen man eine großartige Sicht über die Stadt genießen kann. Nirgends hat man einen besseren Ausblick! Entfliehen Sie dem Alltag, lassen Sie die Ruhe auf sich wirken und zeigen Sie Freunden, Bekannten oder Kindern die Welt von oben – und das alles ganz ohne zu fliegen!


Einige Fernseh- oder Fernmeldetürme wurden nie für eine öffentliche Begehung gebaut, einige andere wurden bereits für die Öffentlichkeit geschlossen, meist weil die Instandsetzungsarbeiten für die Aussichtsplattformen und Restaurant zu kostspielig wurden und sich keine privaten Betreiber finden ließen.

Diese Türme bieten Aussichtsplattformen und kulinarische Genüsse über den Dächern der Stadt:

Berlin

Seit 35 Jahren zeigt der Fernsehturm die Mitte Berlins an und ist eines der beliebtesten Fotomotive für die Berliner und ihre Besucher.
Am 02. und 03. Oktober 2004 wurde dieses Jubiläum mit einem Fest rund um den Turm gefeiert.

Nach 40 Sekunden im Aufzug auf über 200 m Höhe!
Erleben Sie die Faszination und Gastlichkeit im Herzen Berlins und lassen sich zu einer Rundreise ganz anderer Art entführen. Schauen Sie herein, genießen Sie den Ausblick unendlicher Weite und schlemmen Sie im Telecafé, das sich zwei Mal pro Stunde um die eigene Achse dreht.
Sollten Sie nur auf einer Stippvisite in Berlin sein, so lohnt sich der Besuch in der Panoramaetage. Hier schaffen Sie sich einen Rundblick über Berlin in einzigartiger Weise. Die großen Fenster erlauben die Sicht ins Weite: bei guten Witterungsbedingungen bis zu 40 km.
Hier können Sie auch Veranstaltungen jeglicher Art planen und Trauungen werden vom Standesamt Berlin-Mitte vorgenommen.
http://www.berlinerfernsehturm.de/05home.html

Dortmund

Die Eröffnung des Florian und der 1. Bundesgartenschau im Westfalenpark fanden gleichzeitig am 30. April 1959 statt. Die besondere Attraktion war das sich drehende Restaurant.

Nach einjähriger Umbauphase begrüßte das komplett erneuerte Restaurant seine ersten Gäste am 25. September 1999. In dem 84 Sitzplätze fassenden Turmrestaurant, kann man bei Feinschmeckergerichten, die Umgebung von Dortmund genießen. Die Gerichte werden mit dem beheizten Speiseaufzug, aus der unter dem Restaurant liegenden Küche, in wenigen Sekunden nach oben befördert.
Seit dem Umbau sind auch Eheschließungen im Turmrestaurant, in luftiger Höhe, möglich.
http://www.fernmeldeturm-dortmund.de/

Schwerin

Der Fernmeldeturm ragt 138,7 m aus dem in den siebziger Jahren gebauten Stadtteil Großer Dreesch hervor. Der Fernsehturm ist das höchste Gebäude in ganz Schwerin.
Das Restaurant in 101,26 m und die Aussichtsplattform in 97,5 m Höhe waren über ein Vierteljahrhundert eine touristische Attraktion und erfreuten sich hoher Akzeptanz sowohl bei der einheimischen Bevölkerung und deren Gästen als auch bei den Besuchern aus nah und fern.
Vom Restaurant und der Aussichtsplattform haben Sie den schönsten Blick weit über die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns mit ihren sieben Seen und wundervollen Landschaften. Der Anblick lädt zum Träumen ein. Der Größte ist der Schweriner See mit seinen Inseln Kaninchen- und Ziegelwerder. Auch am Abend lohnt sich ein Besuch auf dem Fernsehturm, denn da erwacht Schwerin in einem glitzernden Lichtermeer.

1999 wurde das Restaurant nach Umbaumaßnahmen wiedereröffnet. Weit ab vom lärmenden Alltag genießen Sie eine Zeit voller Ruhe und Entspanntheit.
http://www.schweriner-fernsehturm.de/

Stuttgart

Weit aus dem Wald am Südrand des Stuttgarter Talkessels ragt der Stuttgarter Fernsehturm als ein Wahrzeichen der Stadt heraus. Nach einer Bauzeit von nur 20 Monaten konnte er am 5. Februar 1956 als erster Fernsehturm der Welt in Betrieb genommen werden.
Selbstgemachte Kuchen, Getränke, kleine Speisen – und dann der Ausblick auf Stuttgart bis hin zum Schwarzwald und zur Schwäbischen Alb und vielleicht noch ein Sonnenuntergang, das verwöhnt die Turmbesucher im umgebauten und neu eröffneten Panorama Café.
Der Stuttgarter Fernsehturm bietet auch einen Blick hinter die Kulissen des Turms bei Führungen an. Außerdem werden vom Standesamt Trauungen im Turm vorgenommen.
http://www.fernsehturm-stuttgart.com/

München

Mit einer Geschwindigkeit von 7m/s kommt man auch dem 7. Himmel schnell näher: Der Blick auf München, sein Umland und bei günstiger Witterung auf die Alpenkette vom Salzkammergut bis hin zu den Allgäuer Alpen ist ebenso einzigartig wie der Olympiaturm selbst. Mit seinen 291,28 Metern Höhe ist das markanteste Wahrzeichen von München dreimal höher als die Türme der Frauenkirche. Seit seiner Eröffnung am 22.2.1968 trotzt der 52.500 Tonnen schwere Riese allen Föhn- und Herbststürmen.
Im Drehrestaurant auf 182 Metern Höhe kann man sich kulinarisch nach allen Regeln der Kochkunst verwöhnen lassen und bei einer 360° Drehung in 53 Minuten die traumhafte Aussicht auf München und sein Umland genießen.
http://www.olympiapark.de/index.php?id=olympiaturm

Düsseldorf

Der Rheinturm ist markantes Wahrzeichen der Düsseldorfer Rheinkulisse. Er steht am Rande der südlichen Innenstadt am Eingang des Medienhafens direkt neben dem nordrhein-westfälischen Landtag und dem Gebäude des Westdeutschen Rundfunks.
Der Rheinturm ist 240,5 Meter hoch und besitzt in 172,5 Metern Höhe ein Restaurant, das sich stündlich einmal um die eigene Achse dreht (aus technischen Gründen dreht sich die Plattform von 12 Uhr bis 17.30 Uhr in die eine Richtung und von 18.30 Uhr bis 1 Uhr nachts in die andere, die übrige Zeit steht das Restaurant auf der Stelle).
Darunter befinden sich ein Selbstbedienungsrestaurant sowie eine Aussichtsplattform, von der aus man einen atemberaubenden Blick über Düsseldorf hat: Medienhafen, Altstadt, Hofgarten, Königsallee und der Rhein mit seiner Brückenfamilie liegen zu Füßen des Rheinturms, bei schönem Wetter reicht die Sicht bis in das Bergische Land und nach Köln.
Eine besondere Attraktion an diesem Turm ist die Digitaluhr, die als die größte und genaueste ihrer Art in der Welt sogar im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnet ist.
http://www.duesseldorf.de/presse/sights/rheinturm/index.shtml

Mannheim

Der 1974 erbaute Fernmeldeturm nahe des Neckarufers ist mit seinen 205 m Höhe weithin sichtbar. Die 64 Großbohrpfähle unter der drei Meter dicken Fundamentplatte von 27 m Durchmesser reichen bis zu 11 m ins Erdreich. Zwei Aufzüge entführen die Besucher mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde in das Aussichtsgeschoß in 121 m Höhe. Von seiner Aussichtsterrasse und einem Drehrestaurant in 125 m Höhe, welches sich mit seinen 150 Sitzplätzen einmal in der Stunde um die eigene Achse dreht, hat man einen atemberaubenden Blick auf die Stadt, die Rheinebene, den Odenwald und auf den Pfälzer Wald.
http://www.mannheim.de/...

Einige Fernseh- oder Fernmeldetürme sind zur Zeit nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier werden die Plattformen und/oder Restaurants saniert:

Hamburg

Der Fernsehturm, eigentlich Heinrich-Hertz-Turm - ist mit seinen 279 Metern das höchste Bauwerk der Stadt. Besucher kommen jedoch "nur" bis zur Panoramakanzel in 128 Metern Höhe, wo sich auch die Absprungstelle des einmaligen Bungeezentrums befindet. Senkt man den Blick nach unten, erstreckt sich die schöne innenstädtische Park- und Gartenanlage Planten un Blomen. Wer noch höher steigt, erreicht auf 132 Metern das Drehrestaurant im Fernsehturm und genießt die Aussicht, während man sich kulinarisch verwöhnen lässt. Momentan ist der Turm wegen Sanierungsmaßnahmen leider geschlossen.
http://www.hamburg-tourism.de/Fernsehturm.483.0.html

Dresden

Der Fernsehturm wurde 1969 eröffnet und misst bis zur Spitze 252 Meter. Er ist das höchste Bauwerk der Stadt. Das beachtliche Gesamtgewicht beträgt 7300t und ruht auf einem Rundfundament aus Stahlbeton, das auf Lausitzer Granit gegründet ist. Die Aussichtsplattform befindet sich in 148m Höhe.
Im Besucherbereich gab es ein zweistöckiges Turmrestaurant mit 132 Plätzen in 145 m Höhe und eine darüber liegende Aussichtsplattform auf 148 m Höhe, von der man wie von einem Balkon in die Tiefe blicken konnte. Jährlich kamen um die 200.000 Besucher um die Aussicht über das Elbtal bei Dresden zu genießen.
Da eine Sanierung der Fahrstuhlanlage und des Restaurants etwa drei bis vier Millionen Euro kosten würde, konnte bisher noch kein Investor mit einem finanzierbaren Konzept gefunden werden. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei nur mit 500.000 Besuchern pro Jahr möglich.

Nürnberg

Der Nürnberger Fernmeldeturm, der wegen seines eiförmigen Turmkorbes in 185 Meter Höhe auch den Namen "Nürnberger Ei" trägt, ist 292 Meter hoch und wurde zwischen 1975 und 1977 erbaut. Er beherbergt neben Sendeeinrichtungen für UKW und Richtfunk auch einen seit 1991 geschlossenen touristischen Bereich mit einem Drehrestaurant und einer Aussichtsplattform im Turmkorb.

Köln

Mit 266 Metern Höhe hat Köln den höchsten Fernsehturm Nordrhein-Westfalens vorzuweisen, der nicht nur eine technische Attraktion bietet sondern die Skyline von Köln unverwechselbar mit prägt.
Seit 1989 befindet sich hier die Sendeanlage des WDR, notwendig geworden durch den Hochhausbau. Zwei Antennenplattformen zwischen 180 und 200 Meter Höhe sorgen in der Medienstadt Köln seit 1989 für einen einwandfreien Empfang. Leider ist die Aussichtsplattform seit 1999 nicht mehr begehbar, ein weiterer Pluspunkt für das alte Wahrzeichen Kölns, entsprechend der Volksweisheit: "Der Colonius ist der Längste, aber der Dom bleibt der Größte."

Frankfurt

Europaturm "Ginnheimer Spargel"

Der Europaturm erhielt 2004 eine neue Sendeantenne und wuchs somit auf 335 Meter. Er ist Frankfurts höchstes Gebäude und Deutschland zweithöchster Fernmeldeturm. Das in 222 Meter Höhe, zur Zeit geschlossene Skyline-Restaurant bot bei guter Wetterlage einen fantastischen Ausblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Im Frankfurter Volksmund wird der Europaturm "Ginnheimer Spargel" genannt. Rechtlich gehört er aber zum Stadtteil Bockenheim.
Bilderquelle: http://www.pixelquelle.de